Ungehorsam hat auf der Internationalen Raumstation ISS zu einem beispiellosen Zuchterfolg geführt: Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt ist in der Schwerelosigkeit Superzwergweizen gezogen worden. Das Saatgut hatte der russische Kosmonaut Maxim Surajew heimlich an Bord geschmuggelt.
Der Russische Kosmonaut Maxim Surajew hat auf der Internationalen Raumstation ISS aus geschmuggeltem Saatgut erstmals die Weizensorte „Superkarlik“ (Superzwerg-Weizen) vollständig zum Ausreifen gebracht. Er säte die Körner ohne Wissen des Flugleitzentrums in der Bordorangerie aus, wo sich alsbald kräftige Pflanzen bildeten.
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Die Raumfahrtbehörde setzt auf das Outsourcing von Versorgungsflügen zur ISS. Damit steht mehr Geld für Missionen zu Mond und Mars bereit. Die kommerzielle Raumfahrt steht im kommenden Jahr vor einer Nagelprobe: Die privaten Unternehmen müssen zeigen, ob sie die hohen Erwartungen technisch und finanziell erfüllen können.
Das Kooperationsprogramm zwischen Nasa und Industrie trägt den Titel Commercial Orbital Transportation Services, kurz COTS. Dessen Anfänge gehen zurück auf den Januar 2006. Damals zeichnete sich ab, dass die störanfälligen und kostspieligen US-Raumtransporter, die Space Shuttles, im Jahr 2010 ausrangiert werden müssen. Die USA liefen damit Gefahr, in den Jahren danach über kein Raumfahrzeug zu verfügen, das Fracht oder Personen zur ISS bringen könnte. Denn der geplante Shuttle-Nachfolger „Orion“ wird frühestens 2015 abheben.
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Die Astronauten in der Internationalen Raumstation überqueren mit hoher Geschwindigkeit alle 90 Minuten die Datumsgrenze.
Sobald das neue Jahr begonnen hat, rufen die Menschen: „Frohes neues Jahr”. Sie stoßen mit ihren Gläsern an und wünschen sich Glück für das kommende Jahr. Die Astronauten in der Internationalen Raumstation (abgekürzt: ISS) im Weltall können in der Silvesternacht 16-mal das neue Jahr begrüßen. So häufig nämlich überquert die ISS die Datumsgrenze.
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Kommandant der ISS: Frank De Winne. Bild: ESA
Heute startet, rechtzeitig zum Beginn der 300-Jahr-Feierlichkeiten der Berliner Charité, auf der Internationalen Raumstation ISS das Experiment ThermoLab. Mit ihm wollen Wissenschaftler der Universitätsklinik Veränderungen des Wärmehaushalts und des Kreislaufs beim Menschen in Schwerelosigkeit erforschen. Dabei kommt ein neuartiger Sensor zum Einsatz, an dessen Entwicklung auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beteiligt war.
Wenn Astronauten in die Schwerelosigkeit eintreten, fließen Teile ihrer Körperflüssigkeiten, wie Blut und Lymphe, sehr schnell von der unteren in die obere Körperhälfte. Damit verknüpft sind auch Veränderungen im Wärmehaushalt. Um diese Veränderungen präzise zu erfassen und ihnen dann zu begegnen, ist die Messung der Körperkerntemperatur wichtig.
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Frank De Winne - neuer Kommandant der ISS. Bild: NASA
Der neue Kommandant der Internationalen Raumstation ISS, Frank De Winne, wird sich am Dienstag, den 13. Oktober 2009 um 16.00 Uhr mit einem Livecall im Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen melden.
Mit dem belgischen Astronauten hat am 11. Oktober 2009 erstmals ein europäischer Astronaut die Aufgaben des Kommandanten der ISS übernommen. Der Livecall findet im Columbus-Kontrollzentrum statt, von wo aus das ISS-Weltraumlabor Columbus gesteuert wird. Der russische Kosmonaut und bisherige ISS-Kommandant Gennady Padalka kehrte mit dem Soyuz-Raumschiff zur Erde zurück. Die Raumfahrtnationen Russland und die USA haben damit zum ersten Mal überhaupt das Kommando an einen Astronauten einer anderen Nation übergeben.
Quelle: DLR
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Kommandiert als erster Westeuropäer die Internationale Raumstation ISS: Der belgische Astronaut Frank De Winne. Bild: NASA
Wachwechsel im Weltraum: Auf der Internationalen Raumstation ISS hat der Belgier Frank De Winne am Sonntag als erster Westeuropäer das Kommando übernommen. Mit dem 48-Jährigen habe die Europäische Weltraumbehörde ESA erstmals einen eigenen Kommandeur an Bord der ISS. De Winne, der 2000 ESA-Astronaut wurde und damit seine Heimatbasis im Europäischen Raumfahrtzentrum in Köln hat, löste den bisherigen Kommandanten Gennadi Padalka (Russland) ab, der am Sonntag in Kasachstan gelandet war.
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Internationale Raumstation ISS. Bild: NASA
Am Freitag hat eine russische Sojus-Kapsel die Internationale Raumstation (ISS) erreicht. An Bord der Kapsel war neben zwei Astronauten auch der Zirkusgründer Guy Laliberté.
Mit dem Zirkusgründer Guy Laliberté als Weltraumtouristen und zwei Astronauten an Bord hat am Freitag eine russische Sojus-Kapsel die Internationale Raumstation (ISS) erreicht. Laliberté, der Gründer des Cirque du Soleil, zahlte als „erster Clown im Weltraum“ 35 Millionen Dollar (24,1 Millionen Euro) für den Flug. Er war am Mittwoch von der kasachischen Steppe aus ins All gestartet.
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Internationale Raumstation ISS. Bild: NASA
Die Nasa sucht derzeit Konzepte, wie sie nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms billig Astronauten zur Internationalen Raumstation bringen kann. Gefragt ist die Privatwirtschaft. Nun hat Boeing angekündigt, sich an einem Wettbewerb der Behörde zu beteiligen.
Wie bringt man Astronauten möglichst kostengünstig zur Internationalen Raumstation? Diese Frage treibt die US-Weltraumbehörde Nasa um, seit klar ist, dass die knappen Finanzen nicht für ihre Mondpläne reichen dürften. Eine Kommission hatte das Budget der Organisation unter die Lupe genommen und geurteilt, dass vor allem beim Transport von Menschen in die Erdumlaufbahn eine Kooperation mit privaten Unternehmen sinnvoll wäre. Die Zukunft des “Orion”-Programms der Nasa steht dagegen aus finanziellen und technischen Gründen in den Sternen.
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Nachbarplanet Mars
Nach dem Ende des ISS-Programms zieht die US-Raumfahrtbehörde NASA zusammen mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos eine gemeinsame Mars-Mission in Erwägung. Dabei soll bei einem bemannten Flug zum Mars eine internationale Crew eingesetzt und auf die bis dahin gewonnenen Forschungsergebnisse aus dem ISS-Programm zurückgegriffen werden. Bei dieser Mission unter Federführung der NASA und Roskosmos würden, nach den Worten von Mark Bowman (Chef der russischen NASA-Vertretung) auch noch weitere Raumfahrtbehörden teilnehmen. Vor einer Mars-Mission müsse jedoch noch das ISS-Programm abgeschlossen und eine neue Mondlandung durchgeführt werden.
Quelle: Novosti
Mit dem Italiener Roberto Vittori soll 2010 ein weiterer europäischer Astronaut zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Für Vittori wird es bereits der dritte Flug ins All sein, allerdings der erste an Bord einer amerikanischen Raumfähre. Während der Mission soll das Alpha-Magnetspektrometer zur Station gebracht und montiert werden.
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Der niederländische ESA-Astronaut André Kuipers soll Ende 2011 für sechs Monate die Internationale Raumstation ISS besuchen. Kuipers hatte bereits 2004 die ISS besucht und wird nun ein Training für robotische Tätigkeiten absolvieren und sich auf eventuelle Außenbordeinsätze vorbereiten. Der auf Kuipers folgende ESA-Langzeitastronaut wird dann aus Deutschland kommen.
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