
Hubbles Blick auf NGC 4710. Bild: ESA/NASA
In den Zentren von Spiralgalaxien findet sich in der Regel ein Bereich mit einer hohen Konzentration von Sternen, der sogenannte Bulge. Wie diese Komponente der Galaxien entsteht und sich entwickelt, ist den Astronomen bislang noch nicht vollständig klar. Ein gezieltes Beobachtungsprogramm soll da Abhilfe schaffen. Eine der dazu untersuchten Galaxien ist NGC 4710.
Wenn man sich für den Bulge von Spiralgalaxien interessiert, also jenen Bereich im Zentrum der Galaxien, in der es eine besonders hohe Konzentration von Sternen gibt, versucht man am besten Galaxien zu finden, bei denen wir von der Erde aus direkt auf ihre Kante blicken. Dann nämlich lässt sich diese Komponente, die fast alle Spiralgalaxien aufweisen, deutlich besser von der Scheibe der Systeme unterscheiden.
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Am 9.Dezember will die Nasa von der Vandenberg-Luftwaffenbasis in Kalifornien den Satelliten “Wise” (Wide-field Infrared Survey Explorer) ins All schießen.Mit der Infrarotkamera des Geräts hoffen die Wissenschaftler, eine große Anzahl von Objekten zu entdecken, die im sichtbaren Licht kaum auffindbar sind. “Wir erwarten, eine Menge Asteroiden, Sterne und Galaxien zu entdecken”, sagte Projektleiter Edward Wright bei einer Vorstellung in Kalifornien.
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Astronomen haben jetzt eine gewaltige, zuvor unbekannte Ansammlung von Galaxien in fast sieben Milliarden Lichtjahren Entfernung aufgespürt. Der Fund gelang dank der Zusammenarbeit des Very Large Telescope der ESO und des japanischen Subaru-Teleskops. Die Entdeckung erlaubt den Wissenschaftlern einen Blick auf die großräumige Struktur des Universums.
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Erste Beobachtung einer komplexen Struktur aus Galaxien und Clustern in großer Entfernung
Astronomen haben eine gigantische, bisher unbekannte Galaxienansammlung entdeckt, mehr als sieben Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Damit ist dies die erste Beobachtung einer solchen komplexeren Struktur im entfernten und damit jungen Kosmos. Sie liefert wertvolle Einblicke in die Materieverteilung im Universum und das in Theorien postulierte „kosmische Netz“ aus Materiefilamenten.
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Der Galaxienhaufen JKCS041. Bild: NASA / CXC / INAF / S.Andreon et al (Röntgen) / DSS; ESO/VLT
Zusammen mit anderen Teleskopen hat das NASA-Röntgenteleskops Chandra nun den entferntesten Galaxienhaufen aufgespürt, der bislang entdeckt wurde. Die Ansammlung von Galaxien ist 10,2 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt – rund eine Milliarde Lichtjahre weiter als der bisherige Rekordhalter. Die Astronomen erhoffen sich von dem Fund neue Hinweise auf die Entwicklung des Universums vor zehn Milliarden Jahren.
Galaxienhaufen, die weiter entfernt sind als die jetzt entdeckte Ansammlung von Galaxien mit der Bezeichnung JKCS041, sollte es nach Ansicht der Astronomen nicht geben können. Das macht den neu entdeckten Haufen so interessant, weil sein Studium einiges über den Zustand des Universums in dieser Epoche verraten sollte. “Dieses Objekt befindet sich nahe am Entfernungslimit, das wir für Galaxienhaufen erwarten”, erklärt Stefano Andreon vom Istituto Nazionale di Astrofisica in Milan.
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Evil Eye Galaxy. Bild: NASA and The Hubble Heritage Team (AURA/STScI); Acknowledgment: S. Smartt (Institute of Astronomy) and D. Richstone (U. Michigan)
Galaxien sind im All kosmischen Stürmen ausgesetzt, die sie zusammenpressen, aber auch in Stücke reißen können. Hubble hat den dramatischen Auflösungsprozess fotografiert.
Im Universum toben heftige Materiestürme. Ihre Kraft ist so gewaltig, dass sie ganze Galaxien verbiegen und ihnen ihr interstellares Gas entreißen können. Diesen Prozess enthüllte das Hubble-Weltraumteleskop bei zwei Sterneninseln, die sich sehr schnell durch den Virgo-Galaxienhaufen bewegen.
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Dunkle Materie. Bild: NASA
Schon lange rätseln Astronomen über das Wesen der „dunklen Materie“. Doch neue Beobachtungen stellen die Existenz der geheimnisvollen Materieform infrage.
Dass draußen im All etwas existiert, das wir nicht sehen können, wissen die Astronomen seit den frühen 1930er-Jahren. Zuerst fand der niederländische Astronom Jan Oort heraus, dass die Scheibe der Milchstraße dünner ist, als sie aufgrund ihrer Masse und deren Schwerkraftwirkung sein sollte. Wenig später analysierte der Schweizer Himmelsforscher Fritz Zwicky die Bewegungen der Galaxien im Coma-Galaxienhaufen.
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Andromeda-Galaxie. Bild: NASA/JPL
Die bislang detailreichste Karte der Andromeda-Galaxie entlarvt die Nachbarin unserer Milchstraße als kosmische Kannibalin: Rund um die große Spiralgalaxie erspähten Astronomen die Reste kleinerer Sterneninseln, die sich die Andromeda-Galaxie einverleibt hat.
Schon länger nehmen Astronomen an, dass große Galaxien durch die Verschmelzung kleinerer entstehen – und sich dann weitere Kleingalaxien einverleiben. Erst in den vergangenen fünf Jahren konnten jedoch Spuren solcher verschluckten Galaxien nachgewiesen werden, unter anderem bei unserer Milchstraße.
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Galaxie M16 - Adlernebel
Astronomen der Universität Bonn haben den Zusammenhang zwischen Schwarzen Löchern im Zentrum von Galaxienhaufen und dem Gas, das ihnen als “Nahrung” dient, aufgeklärt. Die Ergebnisse ihrer “kosmischen Ernährungsstudie” haben sie jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Astronomy and Astrophysics veröffentlicht.
Als Schwarzes Loch bezeichnen Astronomen kosmische Objekte, deren Anziehungskraft so groß ist, dass sie alles in ihrer unmittelbaren Umgebung anziehen. Nicht einmal Licht kann ihnen entrinnen. Wissenschaftler vermuten solche Objekte in den Zentren aller großen Galaxien. Schwarze Löcher gibt es in verschiedenen “Gewichtsklassen”. Supermassereiche oder “supermassive” Schwarze Löcher können die millionen- oder sogar milliardenfache Masse unserer Sonne aufweisen.
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