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Apr 04 2013

Die Urgewalt der Tornados

Tornados – Die schnellsten Winde der Welt

Tornados sind Wirbelwinde mit weniger als 1000 m Durchmesser. Sie treten sehr häufig im amerikanischen Mittelwesten auf, wo kühle Luftmassen aus dem Norden von feuchtwarmer Luft aus dem Golf von Mexiko unterlagert wird. Auch bei uns in West- und Mitteleuropa konnten Tornados schon beobachtet werden. Der Schaden, der hier angerichtet wurde war zum teil auch schon ganz beträchtlich, doch nicht mit dem im amerikanischen Mittelwesten zu vergleichen. Die genaue Urasche der Entstehung von Tornados ist immer noch unbekannt, sie scheinen sich jedoch aus einem langen Trichter zu bilden, der aus turbulenten Cumulus Wolken herabsinkt. Warmluft wird an der Peripherie eines kräftigen Abwinds spiralförmig hochgesogen. Die Windgeschwindigkeiten dürften leicht 600 km/h erreichen, zum teil auch darüber liegen.

Bislang verwendete Messinstrumente überlebten ihren Einsatz nicht. Nicht nur die hohen Windgeschwindigkeiten, sondern auch der gewaltige Luftdruckunterschied zwischen dem normalen Luftdruck im Inneren eines Hauses und dem extremen Tiefdruck des Sturms sind Gründe, wenn Gebäude auseinanderbrechen oder sonstige andere Verwüstungen angerichtet werden. Tornados legen Strecken von bis zu 500 km zurück, ehe ihre gewaltige Kraft nachlässt. Auf den Ozeanen werden ähnliche Erscheinungen Tromben oder Wasserhosen genannt.

Die Entstehung der Tornados

Tornados entstehen, wenn die feucht-heisse Luft aus der Golfregion mit kalter Luft aus dem Norden aufeinander trifft. Die Folgen hiervon sind labile Luftschichten mit Gewitterbildung. Wenn jetzt dabei die Kaltluft aus dem Norden die Luftmassengrenze durchbricht, stürzt sie mehrere Kilometer strudelförmig nach unten.
Dabei wird die herabstürzende Kaltluft am Rande des Strudels durch Warmluft ersetzt, die empor gerissen wurde. Die dabei angesogene Luft konzentriert sich auf einen Raum, der immer enger wird, wodurch sich die Rotationsgeschwindigkeit enorm erhöht. Die aufsteigende Warmluft kondensiert. Hierbei bildet sich der trichterartige Wolkenschlauch, der für Tornados eben so typisch ist.
Dieser trichterförmige Wolkenschlauch rotiert so lange nach unten, bis er den Erdboden erreicht. Hierbei rotiert er jetzt mit immens hoher Geschwindigkeit um seine Achse. Die Erdrotation ist hier die Ursache für diese starke Drehbewegung. Bei der Drehrichtung kommt es auch auf die geographische Lage an. Die angesogene Luft dreht auf der Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel dagegen im Uhrzeigersinn.
Bedingt durch die starke Rotation beginnt der Tornado, sich mit einer Geschwindigkeit von 40-50 km/h fortzubewegen. Dabei kann es aber auch zu Spitzenwerten von bis zu 90 km/h kommen. Durch seine immens hohe Rotationsgeschwindigkeit und den extrem niedrigen Luftdruck im Inneren (ca. 80 bis 100 hPa unter dem normalen Luftdruck der Umgebung) kommt es zu dieser zerstörerischen Kraft des Tornados. Im Inneren des Tornados herrschen Abwinde. Dabei ist es fast windstill. Im Wolkenschlauch dagegen herrschen Aufwinde vor, die alles mit sich nach oben reissen. Nach ca. 30 Minuten löst sich ein Tornado meist weitgehend auf und hinterlässt eine Spur der Zerstörung.

Zu meinem eigenen Artikel auf hpo-online.de…

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