Raumfahrt-Krise im Gagarin-Land
Nach der düsteren Bilanz des Gagarin-Jahres 2011 sucht Russland verzweifelt nach einem Ausweg aus seiner Raumfahrt-Krise.
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Nach der düsteren Bilanz des Gagarin-Jahres 2011 sucht Russland verzweifelt nach einem Ausweg aus seiner Raumfahrt-Krise.
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Das Marsmond-Projekt «Phobos-Grunt» ist gerade erst gescheitert, doch Russland hat bereits neue Raumfahrt-Ambitionen.
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Die russische Raumsonde “Phobos-Grunt”, die eigentlich bis 2014 im All bleiben sollte, wird vermutlich an diesem Sonntag über Südamerika abstürzen. Unklar ist noch, ob die Trümmer bewohntes Gebiet treffen könnten.
Viele Deutsche sahen an Heiligabend einen glühenden Lichtschweif am Himmel. Was war da passiert? Die Assoziation mit dem Stern von Betlehem liegt nahe, doch Experten vermuten hinter dem Phänomen eine recht irdische Ursache.
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Verlorene Satelliten und Transporter stürzen die russische Raumfahrt in Erklärungsnot. Sind falsche Bauteile verwendet worden? War Korruption im Spiel?
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Jurij Alexejewitsch Gagarin
Am 12. April 1961 um 9.07 Uhr startete der russische Bauernsohn Jurij Gagarin mit dem legendären Ausruf “Pojechali”, auf deutsch “Auf geht’s!” vom sowjetischen Kosmodrom Baikonur aus mit der Raumkapsel Wostok 1 (Wostok = dt. Ostern) als erster Mensch in den Weltraum. Der Flug Gagarins fand unter strengster Geheimhaltung statt. Es waren weder beim Start noch bei der Landung Journalisten zugelassen. Auch Einzelheiten über den Startlokalitäten, die Trägerrakete und das Raumkapsel wurden erst viel später bekannt gemacht. Mehr…
108 Minuten machten ihn unsterblich: Vor 50 Jahren flog Juri Gagarin als erster Mensch ins All und schockte damit die USA. Doch die Pioniertat war hochriskant.
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Für Moskau ist 2011 das “Jahr der russischen Raumfahrt”: Vor 50 Jahren startete Juri Gagarin zum ersten bemannten Raumflug – und wurde zum Helden.

Der erste Mensch im Weltraum. Juri Gagarin - Image Credit: NASA
Russland hat sich zum 50. Jahrestag des Raumfluges von Juri Gagarin etwas Besonderes ausgedacht: Zu Ehren seines großes Sohnes, der am 12. April 1961 das bemannte kosmische Zeitalter eingeleitet hat, erklärte Präsident Dmitri Medwedjew 2011 zum “Jahr der russischen Raumfahrt“.
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Es klingt wie eine Idee aus Hollywood-Filmen: Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos will einen Asteroiden aus der Bahn schießen, der in etwa 20 Jahren so nah wie selten ein Himmelskörper an der Erde vorbeifliegen wird. Dabei sind die Russen nicht die ersten, die auf diese Idee gekommen sind. Die europäische Satellitenmission “Don Quijote”, Ergebnis dreier Studien der Europäischen Raumfahrt-Agentur ESA, kann das gleiche. Nur umsetzen müsste man das Projekt noch.
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Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos regt an, den Asteroiden Apophis zu rammen, um dessen mögliche Kollision mit der Erde in etwa 20 Jahren auszuschließen. Die internationale Gemeinschaft müsse schnell Wege finden, das riesige Objekt von einem möglicherweise gefährlichen Kurs abzubringen, sagte Roskosmos-Chef Anatoli Perminow nach Angaben der Agentur Interfax.
Russlands Raumfahrt- und Raketenindustrie muss in kürzester Zeit wettbewerbsfähig werden und in die internationale Umlaufbahn gebracht werden.
Dieses Ziel hat Regierungschef Wladimir Putin am Montag für den russischen Raketenbau festgesetzt. Über dieses Thema schreiben die russischen Zeitungen „RBC Daily” und „Gaseta” vom Dienstag. Experten vermuten, dass Russland zu diesem Zweck den Weg Indiens und Chinas gehen und ausländische Technologien kaufen muss.
Russlands Raumfahrt macht sich in die tropischen Gefilde Südamerikas auf. Die ersten beiden «Sojus-ST»-Trägerraketen sind am Samstag mit der MS «Colibri» unter Kapitän Dominique Puget von St. Petersburg auf den Seeweg zum europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana gebracht worden. In 20 weiße Container verpackt, schippern sie jetzt zwei Wochen lang über die Ost- und Nordsee, den Ärmelkanal und den Atlantik zum Zielhafen Kourou.
Die Amerikaner wollen zurück zum Mond, die Russen nehmen den Mars ins Visier: Ihr Projekt für den Bau eines atomgetriebenen Raumschiffs soll bemannte Flüge tief ins All, zum Mars und anderen Planeten möglich machen.
Die rein technische Seite stellte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Anatoli Perminow, bereits am Mittwoch vor. Konkrete Ziele nannte er da noch nicht. Am Donnerstag schob er sie dann auf der Web-Seite seiner Behörde nach. Bereits 2012 könnte das erste Design des neuen Raumschiffs fertig sein, erklärte Perminow.

Nachbarplanet Mars
Der Nestor der russischen Raumfahrt, Boris Tschertok, sieht derzeit keine Notwendigkeit für einen bemannten Flug zum Mars. Der Rote Planet sollte vielmehr mit Automaten und Marsmobilen erforscht werden, sagte Tschertok nach einem Online-Bericht der Raumfahrtagentur Roskomos auf dem 6. Internationalen Weltraumkongress, der derzeit in Moskau tagt. Angesichts der «Kosten und gewaltigen Risiken» sollte man sich mit bemannten Expeditionen zum Mars «in den nächsten 50 und selbst auch 100 Jahren nicht beeilen».
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